Montag, 09 Februar 2015 00:00

Leitgedanke des Projekts

Das Projekt PaN-Wohnpark will die nötigen baulichen und sozialorganisatorischen Rahmenbedingungen schaffen, damit das Quartier ein Ort der Begegnung, der interkulturellen Kommunikation und der Auseinandersetzung unterschiedlichster Menschen miteinander und mit ihren unterschiedlichen Lebenswelten werden kann.

Drei Häuser - Drei Identitäten - Ein sozialer und kultureller Organismus

Drei Personen im Gespräch gleichend stehen drei Stadthäuser beieinander, bilden eine Gruppe, ein bauliches Ensemble um einen Platz, einen urbanen durch die Gliederung und Anordnung der Baukörper feinteiligen Stadtraum. Die Massstäblichkeit im Zwischenraum erzeugt eine Dimension der "Nähe", nach aussen hin bleiben die Baukörper stadträumlich in der Wahrnehmung aus der Distanz grossmassstäblich und städtisch präsent.

So sehr die drei Häuser Eigenständigkeit in ihrer Haltung zeigen, sind sie funktional eine Einheit und gesamt als Ensemble ein funktionaler Organismus und ein städtischer Ort. Die drei Eingänge im Erdgeschoss orientieren sich zueinander und sind räumlich so ausgeformt, dass drei unterschiedlich ausgeprägte Aufensthaltsräume "Logen" zum Platz gegenüber liegen, als zentraler und alltäglicher Aufenthalts- und Begegnungsort.
Die Häuser beinhalten gemeinschaftliche Nutzungen im Erdgeschoss - sozial bilden die Zonen um den Platz zusammen den kollektiven Kern der Bebauung, die bauliche Setzung mit drei Körpern ermöglicht gleichermassen eine Orientierung nach innen und nach aussen und wechselseitig halböffentliches und öffentliches Verhalten und Empfinden - man lebt in der Stadt und an einem kleinen Platz.

Mit den gemeinschaftlichen Flächen (Salon, Kinderspielraum und Waschküche) und den gewerblichen Einrichtungen, bildet das Erdgeschoss dicht und kompakt den gemeinschaftlichen Lebensraum, mit der Möglichkeit, sich im gewohnten Umfeld zurückzuziehen oder dem sozialen Leben nachzugehen.
Komplementär besitzt jedes Haus durch die einfache Abstufung der Bauform eine geschützte, nach innen orientierte gemeinschaftliche Dachterrasse, diese ist entgegen dem Erdgeschoss nicht allen zugänglich, sondern den Bewohnern des jeweiligen Hauses vorbehalten.

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Publikation

Drei Häuser in Wien

Kultivierung des Gewöhnlichen
 
AutorIn: Lorenzo de Chiffre, Dietmar Steiner
Verleger: Park Books
Kategorie: Baumonografie

Links: Park Books | Amazon

Publikation Info

Diese Baumonografie stellt ein spannendes zeitgenössisches Wohnbauensemble auf dem ehemaligen Gleisbereich beim Wiener Nordbahnhof vor. Die jüngst vollendete Überbauung ist das Resultat einer internationalen Zusammenarbeit dreier Büros: Architekt Werner Neuwirth (Wien), von Ballmoos Krucker Architekten (Zürich) und Sergison Bates Architects (London). Auftraggeber ist die Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Neues Leben. Das Ensemble besteht aus drei Gebäuden mit einem Gesamtvolumen von rund neunzig Wohnungen. Sie verkörpern drei starke individuelle Architekturkulturen, jede mit einem eigenen Ansatz zum zeitgenössischen städtischen Wohnbau. Die drei Häuser stehen in einem komplexen Bezug zueinander, wodurch auch der öffentliche Grund zwischen ihnen zu einem markanten Teil des Projekts wird. (Quelle:nextroom)
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